Ein lohnenswerter Besuch des Regino-Gymnasiums in Prüm
Fünf Mitglieder der CDU-Fraktion haben gemeinsam mit dem Bürgermeister, Vertretern der Schulverwaltung sowie weiteren Fraktionen das Regino-Gymnasium in Prüm besichtigt. Schulleiter OStD Albrecht Petri begrüßte die Delegation aus Swisttal und gab einen prägnanten Überblick über die vergangenen zweieinhalb Jahre der Interimsnutzung. Er berichtete, dass mit dem Bau der Schule für rund 800 Schülerinnen und Schüler sowie 80 Lehrkräfte im März 2022 begonnen wurde - die Fertigstellung und erster Schultag im neuen Gebäude war am 12. Juni 2023!
Der damalige Bauleiter Alfred Marder erläuterte im Anschluss die Entstehung der wiederverwendbaren Holzmodulschule – von der ersten Planung über die Bauausführung bis hin zur Fertigstellung. Dabei hob er die zentralen Vorteile der Modulbauweise hervor: deutliche Kosteneinsparungen, verkürzte Bauzeiten, ökologische Nachhaltigkeit sowie Verbesserungen bei Sicherheit und Bauqualität. Das Gebäude erfülle wesentliche Kriterien moderner Architektur, unter anderem durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach, einen nahezu passivhausähnlichen Energiestandard und eine ressourcenschonende Holzbauweise.
Bei der anschließenden Begehung konnte sich die Delegation davon überzeugen, dass das Schulgebäude weit über die Struktur eines klassischen Flurbaus hinausgeht. Das pädagogisch durchdachte Raumkonzept ermöglicht differenzierten und individualisierten Unterricht und wird durch die modulare Bauweise zusätzlich unterstützt. Lerninseln, Besprechungsecken, Differenzierungsräume und angepasstes Mobiliar ermöglichen den Schülern freies Lernen und die großzügigen Glaselemente sorgen für eine helle und freundliche Lernatmosphäre. Auffällig ist auch die überaus angenehme Akustik mit ausgezeichneter Schalldämpfung. Das angenehme Raumklima, die niedrigen Unterhaltungskosten sowie ein sorgfältig ausgearbeitetes Brandschutzkonzept hinterließen einen besonders positiven Eindruck. Zudem erlaubt die Flexibilität der Holzmodule eine raumsparende und effiziente Anordnung der Räume. So wurde beispielsweise auf Waschbecken in den Klassenräumen verzichtet; stattdessen befinden sich Waschrinnen in Flurnischen, und Fachräume wurden für Mehrfachnutzungen konzipiert.
„Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Bauweisen liegen klar auf der Hand: eine schnelle Errichtung durch Vorfertigung, Nachhaltigkeit durch den Einsatz des nachwachsenden Rohstoffs Holz, der zudem CO₂ bindet, eine hohe Energieeffizienz sowie eine große Standortflexibilität durch die Versetzbarkeit und Wiederverwendbarkeit der Module“, erklärte die schulpolitische Sprecherin der CDU.
Abschließend betonte sie: „Voraussetzung für das Gelingen eines solchen Projekts ist das optimale Zusammenspiel aller beteiligten Stellen – darunter Generalunternehmer, Vergabestellen, Tiefbau, Raum- und pädagogische Beratung, Architektur, Bau- und Holzkonstruktur sowie Politik und Verwaltung.“
Hanne Kirleis



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