Schach in Zeiten von Corona

20.03.2020

Sprung auf das nächste Feld verhindern - dem Virus die Basis entziehen!

Das Schachspiel mit seinen 64 Feldern kommt aus Indien. Der Legende nach sollte der Erfinder des Spiels zur Entlohnung für seine Spielidee einen Wunsch äußern. Der bat darum, für das erste Feld des Schachspiels ein Reiskorn zu erhalten und für jedes weitere Feld jeweils das Doppelt des vorangegangenen Feldes. Für das zweite Feld also zwei, für das Dritte Feld vier, für das vierte Feld acht usw. Das erschien zunächst ein recht bescheidener Wunsch zu sein. Tatsächlich hatte der Erfinder des Schachspiels damit aber für mehrere Generationen ausgesorgt. Konsequent durchgerechnet konnte er nämlich mit mehreren hundert Milliarden Tonnen Reis rechnen. Genauso verhält es sich mit dem Exponentiellen Wachstum der Infektionen mit dem Corona-Virus. Noch befinden wir uns auf den ersten Feldern des Schachbretts. Wenn wir die Systematik nicht unterbrechen, wird sich die Infektionsrate explosionsartig entwickeln.

Deshalb ist es überlebenswichtig den Sprung auf das nächste Feld zu verhindern. Das wird aber nur möglich sein, wenn wir dem Virus die Basis entziehen und unseren Körper nicht als Multiplikator zur Verfügung stellen. Für diese Unterbrechung tragen alle Gruppen in der Bevölkerung eine substantielle Verantwortung. Auch diejenigen, die davon ausgehen, dass ihnen selbst schon nichts passieren wird. Sie sind aber als Bestandteil der Infektionskette mit verantwortlich für das bevorstehende Leid, wenn sie fahrlässig handeln. Sie machen sich damit schuldig an der Gesellschaft durch ihr unsoziales Verhalten. Wenn bestimmte Menschengruppen die Situation intellektuell nicht erfassen können, wird eine physische Lösung, nämlich eine Ausgangssperre, unabwendbar sein.

Mit größtem Respekt kann man all denjenigen gegenübertreten, die unsere Versorgung sicherstellen, den Ärzten, dem klinischen Personal, den Pflegern und denjenigen, die in den Märkten für unsere Ernährung sorgen.

Sie sind vorbildliche Bindeglieder, mit denen wir dieser schwerwiegenden Herausforderung entgegentreten können. Es sind aber auch diejenigen, die sich an die Regeln halten, für ältere Nachbarn Einkaufen fahren und sie mit Medikamenten versorgen. Mit diesen verantwortlich handelnden Menschen kann Deutschland die größte Krise nach dem Zweiten Weltkrieg überstehen.

Bernd Großmann
(CDU Swisttal)