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16.01.2012 - Einbahnstraßenregelung Herrengasse Drucken E-Mail

Rhein-Sieg-Kreis lehnt erneut ab

Die Morenhovener CDU zeigt sich enttäuscht über die erneute Ablehnung einer Einbahnstraßenregelung für die Herrengasse in Fahrtrichtung Hauptstraße durch den Rhein-Sieg-Kreis (RSK), nachdem die Problematik bereits 2010 und 2011 von Ortsvorsteher und Ratsmitglied Norbert Sauren in den Verkehrstermin mit dem RSK eingebracht wurde.

Aufgrund des sich im September 2011 ereigneten Verkehrsunfalls an der Kreuzung Herrengasse / Vivatsgasse und dem dabei stark beschädigten Baudenkmal Siershof hatte die CDU Morenhoven das Straßenverkehrsamt dann erneut gebeten, eine Prüfung der örtlichen Gegebenheiten vorzunehmen und den Vorschlag einer professionellen Einrichtung einer Einbahnregelung, idealerweise verbunden mit einem Halteverbot in der Herrengasse, positiv aufgegriffen.

Die Gründe für die Einrichtung einer Einbahnstraßenregelung liegen vor allem in der aufgrund ihres gebogenen Verlaufs schlecht einzusehenden Herrengasse, die zudem über eine geringe Fahrbahnbreite und keine Bürgersteige verfügt. Erschwert wird die Verkehrslage durch ruhenden Verkehr, der nicht nur die Sicht behindert, sondern bei Begegnungsverkehr aufgrund fehlender Ausweichmöglichkeiten regelmäßig kritische Situationen verursacht. Weiteres Gefahrenpotential birgt der unmittelbar angrenzende Kinderspielplatz, von dem einer der beiden Ausgänge direkt auf die Herrengasse führt.

Immer wieder sind Fahrzeuge zu beobachten, die von der Hauptstraße kommend mit unangemessener Geschwindigkeit in die Herrengasse abbiegen. Dies gilt auch unter Berücksichtigung der für beide Fahrtrichtungen zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.

Die Herrengasse wird morgens von Schulkindern und Berufstätigen als direkter Weg zur nahe gelegenen Haltestelle genutzt und dient vielen Morenhovenern als Zugang zum Dorfladen.

Dabei wären die Einschränkungen für den Ziel- und Quellverkehr überschaubar. "Fahrzeuge, die bisher von der Hauptstraße in die Herrengasse abbiegen, können ohne großen Umweg direkt von der Hauptstraße in die Vivatgasse einbiegen", so Norbert Sauren.

Auch ein sich im Dezember 2011 erneut ereigneter Unfall mit nur geringem Sachschaden fand bei der erneuten Prüfung des RSK keine Berücksichtigung. Vielmehr geht die Straßenverkehrsbehörde weiterhin in seiner Begründung von nur sehr gering zu fahrenden Geschwindigkeiten aus. Weiterhin wird die negative Entscheidung damit begründet, dass es sich um keinen Unfallschwerpunkt handelt sowie eine Einbahnstraßenregelung die Gefährung sowohl für den fließenden Verkehr wie auch für Fußgänger und Kinder des Spielplatzes steigern würde.

"Diese Argumentation ist für uns als Morenhovener Bürger, die wir die örtlichen Begebenheiten sehr genau kennen, nicht nachvollziehbar", so Ratsmitglied Jürgen Pump.

Es war wohl nur einem glücklichen Umstand zu verdanken, dass beide Verkehrsunfälle ohne Personenschaden blieben. Auch eine Vielzahl Morenhovener Bürger erachtet eine Entschärfung dieser verkehrlichen Situation in der Herrengasse für längst überfällig.

Die CDU Morenhoven hat daher das Straßenverkehrsamt darum gebeten, auch die von den mit den örtlichen Begebenheiten vertrauten Bürgern geschilderten Situationen sowie den erneuten Unfall in ihrer Prüfung mit zu berücksichtigen und die wiederholt negative Entscheidung zu revidieren.
Die vorübergehende Einrichtung einer Einbahnstraßenregelung sowie eines Halteverbotes würde hierüber Aufschluss ergeben.

Norbert Sauren und Jürgen Pump

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