| 23.05.2011 - Friedwald für Swisttal |
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Anlage eines Friedwaldes in der Nähe des "Eisernen Mannes"?
Ferner könne davon ausgegangen werden, dass durch die Nähe zu Köln und Bonn der Teil der Fremdbestattungen so weit zunehmen würde, dass dadurch das Finanzdefizit der Gemeinde gemindert werde. Es ist richtig, den Bedürfnissen unserer Bürgerinnen und Bürger zu entsprechen, wenn sie artikuliert werden, wenn sie keine Partikularinteressen zum Nachteil Dritter darstellen und wenn sie umsetzbar, sinnvoll und finanzierbar sind. Diese Prämissen sind dem Grundgedanken geschuldet, dass Kommunalpolitik sehr eng mit dem Bürger verbunden ist und diese besondere Nähe auch besondere Verantwortung nach sich zieht.
Der Wunsch zur Einrichtung eines Friedwaldes am "Eisernen Mann" ist nach Kenntnis der CDU von den Swisttaler Bürgerinnen und Bürgern nicht artikuliert worden. Insofern scheint zumindest die Annahme vertretbar, dass eine Nachfrage auf breiter Basis nicht zwingend besteht. Einer mangelnden Nachfrage in Swisttal kann auch nicht entgegenwirken, dass womöglich Fremdbestattungen aus Bonn und Köln zur Auslastung eines Swisttaler Friedwaldes führen könnten. Swisttaler Politik muss Swisttaler Interessen vertreten und nicht Interessen umliegender Großstädte. Dies gilt natürlich auch für den Fall, dass Fremdbestattungen zu Einnahmen führen würden, die das Gemeindedefizit, so Bündnis90/DIE GRÜNEN, vermindern könnten. Die Theorie zum Schuldenabbau durch Fremdbestattungen ist aber höchst fraglich. Die Gemeinde wird kein Profit-Center "Friedwald" mit dem Ziel der Gewinnmaximierung betreiben können - vielmehr erhebt sie Gebühren. Gebühren zeichnen sich dadurch aus, dass sie, im Gegensatz zu anderen Abgaben, nur für spezifische Leistungen auf der Grundlage einer Norm (z.B. einer Friedhofsatzung) erhoben und nur zur vollständigen oder teilweisen Kostendeckung dieser Leistungen verwendet werden dürfen.
Bernd-O. Großmann |








