| CDU weist Kritik der FDP am Gemeindeentwicklungskonzept zurück |
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Alter Wein in neuen Schläuchen? "Um eine nachhaltig positive Entwicklung für Swisttal zu erreichen, bedarf es in naher Zukunft der Erarbeitung eines Konzeptes zur Gemeindeentwicklung und der Fortschreibung des Flächennutzungsplans auf Basis eines möglichst breiten Konsenses. Die CDU Swisttal sieht es als ihre Aufgabe an, diesen Prozess im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, gesellschaftlichen Gruppen und Interessenvertretern nach vorne zu bringen." Bei dieser Aussage handelt es sich nicht um eine Präambel einer Ergebnisniederschrift nach der Durchführung der jüngst abgehaltenen Bürgerforen in Buschhoven, Heimerzheim und Odendorf. Diese Aussage ist zu finden auf Seite 1 des "Kommunalpolitischen Programms der CDU Swisttal", das bereits im Jahr 2008 formuliert und veröffentlicht wurde. Dieses Ziel wird die CDU Swisttal am 18. Mai, nach dem abschließenden Bürgerforum zum Gemeindeentwicklungskonzept erreicht haben. Es mag ja zutreffen, dass das Konzept auch "alten Wein in neuen Schläuchen" enthält, wie einer Pressemitteilung der FDP Ratsfraktion zu entnehmen ist. Dabei stellt sich aber die Frage, ob dieser Umstand grundsätzlich negativ zu bewerten ist. Zumindest ist den Swisttaler Christdemokraten bekannt, dass alte Weine durchaus Qualitäten aufweisen können, die einem Beaujolais Primeur beim besten Willen nicht zu entlocken sind. Diese wichtige Erkenntnis sollte aber nicht nur auf die im Konzept angesprochene demografische Entwicklung in unserer Gemeinde übertragen werden. In diesem Kontext hat, neben der Beschreibung neuer Wege, unseres Erachtens auch der Grundsatz "Bewährtes bewahren..." seine dringende Berechtigung auf allen Ebenen christdemokratischer Politik und dies nicht nur aktuell. Natürlich sind zum Beispiel ein Radwegekonzept oder ein Brandschutzbedarfsplan nicht neu, wie die Swisttaler Liberalen kritisieren.Sie fügen sich aber aus einer historisch gewachsenen Notwendigkeit in das Gemeindeentwicklungskonzept ein. Ob hingegen die Schaffung eines Gemeindemittelpunktes, ohne derart historisch gewachsene Notwendigkeit, der Identitätsfindung Swisttaler Bürgerinnen und Bürger wirklich dienlich wäre, sei dahingestellt. Die "Trampelpfade" zwischen den Swisttaler Orten zumindest orientieren sich an konkreten Bedürfnissen und Gegebenheiten. Sie beinhalten daher erheblich bessere Indikatoren als zentral gesteuerte, künstliche Modelle, Die CDU Swisttal könnte sich aber durchaus für die Bewirtschaftung eines zentralen Weinbergs als Identifikationsobjekt für Swisttal aussprechen, unabhängig davon, ob der gewonnene Wein dann in neue oder in alte Schläuche käme.
Bernd-O. Großmann |








