CDU Reise 2010 Drucken E-Mail

Rückblick auf erlebnisreiche Tage in der Neiße-Region (Lausitz)

Die achte (!) CDU-Reise mit unserem "Organisator" Franz Moderow führte die Reisegruppe vom 23. - 28. März 2010 diesmal in eine Region, die vielen bisher wenig bekannt war. Bildung, Geschichte, Kultur, Sehenswürdigkeiten und das deutsch-polnische Verhältnis  bestimmten den Reiseablauf.

Reisebericht
Ende März reisten 57 Mitglieder und Freunde der CDU Swisttal in die Lausitz, in die Neißeregion zwischen Cottbus und dem Zittauer Gebirge. Es galt eine bisher wenig bekannte Gegend zu erkunden und die Entwicklung des deutsch-polnischen Verhältnisses kennen zu lernen.

Die lange Fahrt über die via regia, die Königsstraße des Mittelalters, endete in einer Altstadtführung in Görlitz, wo die sorgfältig restaurierten Gebäude aus rund 5 Jahr- hunderten Bewunderung erregten. Die Europa-Stadt Görlitz - Zgrzeolec, die niederschlesische Vergangenheit lässt noch Spuren erkennen, zeigte erstaunliche Gemeinsamkeiten: bei Stadtrundfahrt und Rundgang auch durch die polnische Stadt war von Polizei oder sonstigen Sicherheitskräften nichts zu sehen, dafür die grenzüberschreitende Buslinie. Die Straßen- und die neue Fußgängerbrücke laden zum gegenseitigen Besuch und werden auch dazu genutzt. Ebenfalls die St. Peter- und St. Paulus-Kirche und das mittelalterliche Heilige Grab standen auf dem Programm.

Der Norden mit den Städten Cottbus und Bad Muskau ist Sorben-/Wendenland; zweisprachig macht hier die anerkannte Minderheit auf sich aufmerksam. Das großzügig sanierte Cottbus zeigte sich von seiner Schokoladenseite mit Baumkuchen und sorbischen Ostereiern.
Gleichzeitig ist die Niederlausitz Fürst-Pückler-Land. Die in vielen Facetten schillernde Figur des Fürsten, herausragend seine schriftstellerischen Erfolge, seine Eiscreme-Kreation und seine Gartenbauarchitektur in Cottbus-Branitz und Bad Muskau - Schloss und Parkanlagen sind jeweils Weltkulturerbe - wurde bei den Besichtigungendeutlich sichtbar. Die Wälder- und Seenlandschaft dazwischen, entstehend bei der Rekultivierung stillgelegter Tagebau-Anlagen, arrondiert das zukünftige Erholungsgebiet.
Auch wurde der größte Braunkohletagebau in Nochten mit einer Förderleistung von täglich 100.000 t Kohle ausführlich vorgestellt.

In der Oberlausitz wurden Zittau und das Zittauer Gebirge besucht. Der Berg Oybin mit der malerischen Berg- oder Hochzeitskirche bewahrt seine Geheimnisse und zeigt rund 1.000 Jahre alte Ruinen von Burg, Kaiserpalast und Kloster. Das lebendige und geschichtsträchtige Zittau ist durch das vereinigte Europa aus der fast abgeschnittenen Randlage deutlich mehr in die Mitte gerückt und sucht seine neue Rolle im Dreiländereck mit offenen Grenzen.
Kloster Marienthal, seit 775 Jahren ununterbrochen bestehend, öffnet sich Besuchern ganz weit und zeigt viel vom Sinn und Leben in einer modernen Zisterzienserinnen. 

Das traditionelle Abendgespräch mit dem Thema: Die Entwicklung zur Europastadt Görlitz/Zgorzelec wurde durch die Rednerriege zu einem Höhepunkt. Am Podium nahmen Platz: der langjährige Görlitzer Kulturbürgermeister Ulf Großmann, seine polnische Kollegin Katarzyna Hübner, der Görlitzer CDU Fraktionsvorsitzende Dieter Gleisberg und sein Fraktionsgeschäftsführer Christian Lange. Beide Städte sind auf einem guten gemeinsamen Weg. Wir erfuhren viel von dem, was nicht in Zeitungen steht, wobei die Zeit viel zu schnell verflog.

Der kulturelle Höhepunkt und Erlebnis besonderer Art war die Opernpremiere "Carmen" von Georges Bizet im Görlitzer Stadttheater, der "kleinen Semperoper". Dazu schreibt der Kritiker der Sächsischen Zeitung: "Der Regisseur Ritschel stellt Carmen um und gewinnt eine neue überzeugende Sicht. Seine Lesart hatte umjubelte Premiere". 

Auf der Rückfahrt wurde in Hochkirch, der Partnergemeinde Swisttals, Halt gemacht.Nach der offiziellen Begrüßung durch Vertreter des Gemeinderates und der CDU Ortsgruppe ließ Frau Biehle, stv. Vorsitzende des kulturhistorischen Vereins "Alter Fritz", die Schlacht um Hochkirch, 1758, Preußen unter König Friedrich II. gegen die Österreichische Armee unter Feldmarschall Daun, sehr kompetent durch einen Militärhistoriker aufleben. Nach einem Imbiss im Gasthof "Zur Post" stand der Rückfahrt nichts mehr im Wege.

Franz Moderow               

In unserer Bildergalerie können Sie die
wichtigsten Stationen der  Reise nachvollziehen

  Ihre CDU Swisttal