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| 19.07.2009 - Hochwasserschutz verbessern |
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Swisttal im Gespräch mit dem Erftverband In einem Gespräch mit Vertretern des Erftverbandes und der Bezirksregierung forderten Bürgermeister Eckhard Maack, Beigeordnete Petra Kalkbrenner und der Vorsitzende der CDU-Fraktion Frank Oberbeck als Mitglied der Delegiertenversammlung des Erftverbandes eindringlich, den Hochwasserschutz entlang der Swist und den betroffenen Ortsteilen Heimerzheim und Morenhoven zu verbessern. Der Erftverband seinerseits nutzte die Einladung, um in der Sitzung des Swisttaler Rates am 30.06.2009 Verwaltung und Politik, aber auch die interessierten Bürgerinnen und Bürger zum aktuellen Sachstand "Hochwasserschutz" vorzutragen. Dabei wurde von Swisttaler Seite deutlich gemacht, dass die Realisierung des Retentionsraumes zwischen Miel und Morenhoven eine besondere Bedeutung für den Hochwasserschutz darstellt und mehr Anstrengungen erforderlich sind. Die Vertreter des Erftverbandes, Dr. Bernd Bucher und Karl-Heinz Beier, traten aber dem Eindruck entgegen, dass in den vergangenen Jahren zum verbesserten Hochwasserschutz nicht unternommen wurde. Die Swist gehört zu den am besten ausgebauten Gewässern im Verbandsgebiet. Für das geplante Retentionsbecken wurden noch im Jahr 2008 weitere Flächen erworben und zwischenzeitlich sind ca. 70% der Flächen im Besitz des Erftverbandes. Über den Erwerb weiterer Flächen wird nach wie vor verhandelt und man ist überzeugt, hier weitere Fortschritte zu erzielen. Das Problem liegt aber in einem freiwilligen Verfahren. Ein formelles Planfeststellungsverfahren in wasserwirtschaftlchen Angelegenheiten wurde in der Vergangenheit durch die Landesregierungen abgelehnt. Das laufende Flurbereinigungsverfahren wird seitens der Bezirksregierung voraussichtlich eingestellt, da Ergebnisse nicht zu erzielen sind. Hier muss man eindringlich an die Eigentümer appellieren, auch den Schutz und die Sicherheit vieler Swisttaler Bürger im Auge zu haben. Eine vollständige Realisierung des Retentionsraumes (einschl. der geplanten Aufschüttung eines Dammes), der insbesondere für Heimerzheim benötigt wird, darf aber nicht zu einer erhöhten Gefährdung für den Ortsteil Morenhoven sowie der Kläranlage Miel führen. Das vielfach angesprochene Problem, dass auch der Abfluss aus der Steinbachtalsperre zur erhöhten Gefährdung beigetragen habe, wurde durch den Erftverband verneint. Die Talsperre gehört auch nicht zum Erftverband und ist ferner nicht als Rückhaltebecken vorgesehen. Die Gemeinde Swisttal ist aber über den Wasserversorgungsverband indirekt Miteigentümer an der Talsperre und könnte somit durch entsprechende Absprachen für eine verbesserte Regulierung des Abflusses beitragen. Daneben wird durch den Erftverband ergänzend versucht, durch ökologische Maßnahmen an der Swist mehr für den Hochwasserschutz zu erreichen. Die Gemeindeverwaltung wurde ferner aufgefordert, das Hochwasservorhersage- und Informationssystem (HOWIS) zu nutzen, um gerade bei Entscheidungen im Katastrophenfall wichtige Zusatzinformationen zu erhalten. Eine Nutzung dieses Systems durch alle Bürger würde aber, insbesondere im Katastrophenfall, zu einer Überlastung und somit zum Zusammenbrechen des Systems führen. |








